Faire und vegane Schuhe – Unser Eco Sneaker Guide

Fair Fashion, Eco Fashion: Faire und vegane Schuhe – Unser Eco Sneaker Guide – Ekn Footwear

Schritt für Schritt in die richtige Richtung. Na gut, ihr müsst euch nicht von euren heißgeliebten »Nike Air Strike Force« oder eurem Lieblings-Paar Chucks trennen. Aber solltet ihr auf der Suche nach einem neuen Paar Sneaker sein, dann möchten wir euch mit unserem Eco Sneaker Guide coole, nachhaltige Alternativen aufzeigen! Faire und vegane Schuhe von Ekn Footwear, Ethletic, Bahatika und Co. Welcome to our Sneaker Guide, Teil I.

EKN FOOTWEAR – Walking clean in a dirty world
Dass nachhaltig produzierte Sneaker lässig aussehen, ultra-bequem sein können und in puncto Style Nullkommanull Abstrich machen müssen, beweist das von Noel Klein-Reesink gegründete Frankfurter Label Ekn Footwear. Jahrzehntelang wurde der Sneaker-Markt mit schlecht verarbeiteten und unter unwürdigen Arbeitsbedingungen gefertigten Schuhen überschwemmt. Mit seinem vor fünf Jahren gegründeten Brand (für Männer und Frauen) ist es Noel gelungen, zu beweisen, dass es auch anders gehen kann und dass man Style, Qualität und Verantwortung locker unter einen Hut bringen, beziehungsweise in einem Schuh integrieren kann: Sämtliche Ekn Footwear Produkte werden aus ökologischen und ressourcenschonenden Materialen (beispielsweise aus recyceltem Neopren) unter fairen Bedingungen gefertigt – von erfahrenen portugiesischen Gerbern und Schuhmachern. Statt auf Massenware zu setzen, wird bewusst in kleinen Stückzahlen produziert. Denn es geht nicht darum, möglichst viel Ware in kürzester Zeit zu fabrizieren, sondern stilvolle, zeitlose und langlebige Produkte zu fertigen, die einen über Jahre hinweg durchs Leben begleiten. Und weil geteilte Leidenschaft und Kreativität doppelte Freude ist, geht Ekn Footwear regelmäßig Kollaborationen mit Musikern und Künstlern wie Max Herre, Joy Denalane und Dave Kinsey ein.

 

ETHLETIC – fair gehandelte Sneaker
Eine im wahrsten Sinne des Wortes runde Geschichte, denn begonnen hat alles mit einem Ball: James Lloyd und Dr. Martin Kunz, die beiden Gründer der Marke Ethletic, brachten 2004 den weltweit ersten fair produzierten Fußball auf den Markt und haben damit wahre Pionierarbeit geleistet. 2007 folgte schließlich ­ eigentlich eher zufällig und ungeplant – die Produktion von fair gehandelten und umweltschonend hergestellten Sneakern. Dass James und Martin mit diesem Unterfangen ein Geniestreich gelungen war, davon zeugt das Fairtrade-Gütesiegel für fair gehandelte Biobaumwolle, mit dem die Ethletic Schuhe 2010 ausgezeichnet wurden – als weltweit erster Sneaker! CEO Marc Solterbeck reist mehrmals im Jahr in die Produktionsbetriebe nach Sri Lanka, Indien und Pakistan, um vor Ort Mitarbeiter zu schulen, die Stabilität der fairen und nachhaltigen Lieferketten zu überprüfen und immer wieder den direkten Austausch mit den Menschen zu suchen. Um den Transport der Baumwolle von Indien nach Pakistan zu vermeiden und eine komplette Fairtrade-Produktionskette in Pakistan zu erschließen, wurde im November 2015 das erste Bio-Baumwollkollektiv in Multan, Pakistan gegründet, das Baumwolle nach den Fairtrade-Prinzipien anbaut und zu deren Abnehmer neben Ethletic auch Karma Classics gehören, mit denen Ethletic eng verbunden ist. Inzwischen umfasst das Sortiment nicht nur die klassischen Canvas-Sneaker, sondern auch Espadrilles, Ballerinas, sowie Slip Ons und lässige Schnürschuhe im Skater-Look – selbstverständlich allesamt auf Basis natürlicher Rohstoffe!

 

BAHATIKA – vegane Schuhe aus tierfreien Materialien
What goes around comes around: Getreu diesem Motto verzichtet das österreichische vegane Schuhlabel Bahatika bei der Fertigung seiner Schuhe bewusst auf den Einsatz tierischer Materialien. Sämtliche Schuhe und Sneaker werden aus umweltfreundlichen Naturfasern wie beispielsweise Kork oder aus Kunstleder hergestellt. Im Fokus stehen dabei neben der hohen Qualität und Langlebigkeit der Produkte vor allem ein hoher Tragekomfort (was nutzt einem der schönste Schuh, wenn er nach zehn Minuten drückt?) sowie moderne, zeitgemäße Styles. Sämtliche Schuhmodelle werden in Wien designed und anschließend in Spanien gefertigt – in Betrieben, die sich bereits seit Jahrzehnten aufs Schuhhandwerk verstehen. »Bahatika« ist übrigens ein Wort aus dem Swahili und bedeutet übersetzt »Happiness«. Wir sind uns ziemlich sicher, dass das Label nicht nur die Herzen von Veganerinnen höher schlagen lässt!

 

AVESU – vegane Schuhe von internationalen Brands
Auf der Suche nach fair produzierten, nachhaltigen und veganen Sneakern (oder anderen veganen Schuhmodellen)? Der Online Shop Avesu führt quasi das Who-is-Who an veganen Schuhlabels und hat hierzulande die größte Auswahl an veganen Schuhen für Frauen, Männer und und auch eine kleine Auswahl an Kinderschuhen auf Lager. Zu den geführten Brands zählen unter anderem Good Guys, Lunge, Muroexe, Matt & Nat, EKN, Slowers, Johnny’s Vegan, Nae und Vegetarian Shoes. Die Idee zum von Thomas Reichel und Dirk Zimmermann 201o ins Leben gerufenen Online Shops entstand während einer Australien-Reise – bei veganen Mahlzeiten und ausgiebigen Gedankenexperimenten, die im Laufe des Urlaubs immer konkretere Formen annahmen. Gedacht, getan! Die Idee kam so gut an, dass im Oktober 2011 der erste Store in Berlin Prenzlauer Berg folgte, inzwischen gibt es einen zweiten in Friedrichshain. Das Sortiment reicht von bequemen Sneakern, über klassische High Heels, elegante Herrenschuhe bis hin zu Wanderschuhen. Die angebotenen Schuhe werden unter anderem aus natürlichen Rohstoffen wie Bambus, Baumwolle, Hanf sowie recycelten Materialien (alte Autoreifen) hergestellt und lassen keinen Wunsch offen. 

 

SHOEMATES – vegane Schuhe mit Social Impact
Shoemates ist aus dem Brand Headmates hervorgegangen. Ein Unternehmen, das von Absolventen und Studenten der Universität Passau mit dem Ziel gegründet wurde, in Handarbeit gestrickte Mützen zu produzieren und gleichzeitig benachteiligten Menschen zu helfen. Mit Shoemates gehen die Gründer noch einen guten Schritt weiter – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn Shoemates funktioniert nach dem »By one, give One«-Prinzip. Für jedes gekaufte Paar Schuhe wird ein Paar Schuhe an Schulkinder in Afghanistan gespendet. Der Clou: Die gespendeten Schuhe werden von einem Hersteller in Afghanistan (!) produziert und durch einen lokalen Partner direkt den Kindern vor Ort überreicht – auf die Weise wird der Markt nicht mit unnötiger Importware geflutet, sondern die Wirtschaft in dem Krisenland Afghanistan wird langfristig gestärkt. Für das Verpacken und Versenden der Shoemates wiederum ist eine Behindertenwerkstatt aus Passau zuständig – die Donauwerker GmbH aus Passau, die Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und Behinderungen beschäftigt. Ein Teil der Schuhe von Shoemates (das Sortiment umfasst Sneaker, Booties, Wedges und Espadrilles für Männer und Frauen) ist frei von tierischen Bestandteilen und zu 100% vegan und werden in einer Manufaktur in Portugal gefertigt. Das Leder der nicht-veganen Schuhe ist EU-zertifiziert. So wird nen verdammt guter Schuh draus!

 

INKKAS – One Shoe x One Tree
Das Kanadische Brand Inkkas stellt nicht nur verdammt lässige und Sneaker, Boots (und Accessoires) im Ethno-Look her, sondern hat sich eine faire Produktion auf die Fahnen geschrieben und legt großen Wert auf einen respektvollen Umgang mit Mensch und Natur. Aus diesem Grund hat das Label ihr OneShoeOneTree Projekt ins Leben gerufen und pflanzt in Zusammenarbeit mit der preisgekrönten NGO Trees for the Future für jedes verkauftes Paar Schuhe einen Baum. Ziel dieser Initiative ist es, zur Wiederaufforstung von weltweiten Waldbeständen beizutragen und den Lebensraum der lokalen Bevölkerung in Entwicklungsländern zu erhalten und zu schützen. Bisher konnten bereits 124.000 Bäume gepflanzt werden. Das Brand arbeitet mit Kunsthandwerkern aus Lateinamerika, unter anderem aus  Peru, zusammen und verarbeitet beispielsweise originale peruanische Webstoffe, die in Handarbeit zugeschnitten und vernäht werden. We like!

 

Fotos: PR

 

Und hier geht’s zu einem weiteren tollen Eco Sneaker Label: Veja Sneaker – Interview mit Founder Gishlain Morillion.