Article 22 – Fair Trade Schmuck aus Laos

Fair Fashion, Slow Fashion, grüne Mode und Fair Trade Schmuck von Article 22
Das 2009 gegründete Schmucklabel Article 22 verkehrt Negatives in Positives: Denn es recycelt alte Bomben aus Laos, um daraus Fair Trade Schmuck zu fertigen. So genannte Peacebombs – dropped and made in Laos. Man kann in Laos wunderbar (und verhältnismäßig günstig) Urlaub machen, zurück kommen und seinen Freunden und Bekannten im Nachhinein postkartenidyllische Fotos von Traumstränden, kunterbunten Märkten, exotischen Früchten und lächelnden Einheimischen zeigen (beziehungsweise in Echtzeit via Facebook und Instagram posten). Man kann aber auch in genau diesen Teil der Welt reisen und ganz unverhofft mit der Geschichte des Landes konfrontiert werden und sich im Laufe der Reise mit dessen traumatischer Kriegsvergangenheit auseinander setzen. So wie Elizabeth Suda es getan hat. Als sie 2009 nach Laos reiste, fiel ihr Augenmerk auf die ungewöhnlichen Erzeugnisse von Straßenhändlern, die Löffel aus eingeschmolzenem Bombenmaterial gefertigt hatten. Aus Bomben, die während des Krieges in Vietnam zwischen 1964 und 1973 von US-Soldaten abgeworfen wurden. In keinem anderen Teil der Erde liegen so viele Blindgänger wie im Norden von Laos, der gleichzeitig als eine der schwächsten Wirtschaftsregionen der Welt gilt.

STORY1
IMPACT-p8-1024x768
IMPACT-p6-1024x683
IMPACT-p5-1024x683
Viele Laotsen riskieren auf der Suche nach Altmetall ihr Leben

Schätzungsweise 270 Millionen Streubomben warfen die Amerikaner damals ab und verminten so das gesamte Land. Noch heute, 50 Jahre später, ist Nordlaos mit unzähligen Bomben übersäht und die unzähligen Blindgänger stellen eine große Gefahr für die Laotsen dar. Denn aufgrund ihrer teils bettelarmen Verhältnisse sind viele Einheimische gezwungen, das Metall der Mienen zu recyceln. Und so riskieren sie bei ihrer Suche nach den Altmetallen schwerste Verletzungen, Amputationen, wenn nicht gar ihr Leben. Schätzungen zufolge wurden seit Kriegsende (!) etwa 20 000 Laoten getötet, davon 8000 Kinder. Ganz zu schweigen von den Menschen, die sich schwerste Verletzungen zugezogen haben. Doch dank der »zündenden Idee« von Elisabeth Suda ist Besserung in Sicht. Gemeinsam mit ihrer Geschäftspartnerin Camille Hautefort fertigt sie seit nunmehr fünf Jahren im Nordosten von Laos in Zusammenarbeit mit lokalen Kunsthandwerkern einzigartige Schmuckstücke für Frauen und Männer. Darunter Ketten, Ringe, Ohrringe und Armbänder. Dadurch erhalten die einheimischen Arbeiter einen festen Arbeitsplatz zu fairen Arbeitsbedingungen und Löhnen, mit denen sie nicht nur ihren Lebensunterhalt bestreiten können, sondern ihren Kindern eine Schulausbildung gewährleisten sowie Rücklagen anlegen können.

Jedes Mitglied der Gesellschaft hat das Recht auf soziale Sicherheit 

Mit jedem verkauftem Fair Trade Schmuckstück wird auch eine Spende für die (von ausgebildeten Spezialisten durchgeführte) Minenräumung von ca. je 3 Quadratmetern Land getätigt. Auf die Weise hat Article 22 seit der Gründung im Jahr 2010 die Entminung von rund 65.000 Quadratmetern bewirkt. Der Name Article 22 bezieht sich übrigens auf den Artikel 22 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, nach dem jedes Mitglied der Gesellschaft das Recht auf soziale Sicherheit hat. Nach dem Motto »Dropped + Made in Laos« tragen die Fair Trade Schmuckstücke ihren ganz eigenen Teil zu deren Umsetzung bei.
Beziehen könnt ihr den Schmuck unter anderen bei Glore.

ARTICLE_22_2

Fotos: PR

Mehr faire Accessoires und Mode gefällig? Hier werdet ihr garantiert fündig! Fair Fashion – Die besten Online Shops