Auf Augenhoehe – Faire Mode für Kleinwüchsige

Fair Fashion, Slow Fashion: Auf Augenhoehe – Faire Mode für Kleinwüchsige

Das Berliner Label Auf Augenhoehe beschäftigt sich mit der Fertigung von stilvoller fairer Mode für kleinwüchsige Menschen. Denn in der Fashionbranche dominieren Standardgrößen und so wird das individuelle Entfaltungspotenzial und Kleidungsbedürfnis von Menschen, die von diesen Proportionen abweichen, häufig außer Acht gelassen. Diesem Problem wollen Sema Gedik, Jan Siegel und Laura Knoops mit ihrem Label und ihrer neuen Kollektion für Kleinwüchsige entgegenwirken. Und das bereits mit Erfolg, denn sie haben einige Preise abgeräumt! Solltet ihr die Idee ebenso großartig finden, wie wir, dann könnt ihr die drei noch bis zum 8. Januar bei ihrer Crowdfunding-Kampagne auf Startnext unterstützen.

Alle Designs zeichnen sich dadurch aus, dass sie nach bekannten Flüssen und Bergen benannt wurden. Und zwar kann das einerseits als Metapher für die Einzigartigkeit der Natur verstanden werden, und andererseits als Sinnbild für die faire Mode von Auf Augenhoehe. Denn die ist wie die Natur unverwechselbar, einzigartig und bis ins kleinste Detail ausgefeilt.

Es gibt eine Kollektion für Damen, eine für Herren sowie eine Unisex-Linie. Das Besondere ist aber, dass die Looks auf die Proportionen von Menschen mit Achondroplasie abgestimmt sind. Das bedeutet zum Beispiel, dass die Hosen durch die verwendeten Materialien sehr dehnbar und somit anpassungsfähiger hergestellt werden. Blusen haben eine weite Passform, sodass sie locker um die Hüfte, auf Taillenhöhe geschnürt oder klassisch geknöpft getragen werden können. Neben tollen Kollektionen mit Blusen, Hosen, Pullovern und Co hat Auf Augenhoehe außerdem auch die erste Feinstrumpfhose (60 DEN) für Kleinwüchsige entwickelt. Damit das Label weiterhin wunderschöne Teile, die zudem auch noch relativ erschwinglich sind, ins Leben rufen kann, seid ihr gefragt. Die Crowdfunding-Kampagne auf Startnext läuft noch bis kommenden Montag.

Aber es steckt noch mehr dahinter

Neben der Idee, faire Mode für kleinwüchsige Frauen und Männer zu machen, geht es vor allem auch darum, Kleidergrößentabellen für sie zu entwickeln, die Größen zu etablieren und sie in der Modebranche zu festigen. Außerdem werden für die Herstellung ausgewählte Materialien verwendet, die ihren Trägern und Trägerinnen Komfort leisten und das Tragen so angenehm wie möglich machen. Diesbezüglich ist es wichtig, dass der Elasthananteil in der Kleidung relativ hoch ist, sodass sie sich den jeweiligen Proportionen anpasst. Neben Elasthan kommen außerdem auch Baumwolle und Viskose, teilweise mit Oeko-Tex-Standard-100-Zertifizierung, zum Einsatz. Worauf es aber vor allem ankommt, ist die Schnittführung, die Sema als Designerin entwickelt. Umgesetzt werden die Entwürfe von fairen Schneiderwerkstätten in Deutschland und je nachdem wie hoch die Anfrage ist, wird auch im europäischen Ausland produziert. Wir sind ganz begeistert von dem tollen Projekt, das Sema, Jan und Laura ins Leben gerufen haben und sind gespannt auf die Zukunft, die die Welt ein Stück weit besser machen wird. Da sind wir uns ganz sicher.

Fotos: Anna SpindelndreierMalte Vogt

 

Und hier geht’s zu einem weiteren tollen Social Fashion Label: People Berlin – Wenn aus Straßenkindern Designer werden.