UND GRETEL – märchenhafte Naturkosmetik

Naturkosmetik von UND GRETEL

Mit dem zertifizierten Naturkosmetik-Label Und Gretel ist Make-up-Artistin Christina Roth und Marketing-Expertin Stephanie Dettmann ein Geniestreich gelungen. Wir haben mit den Beiden über wahre Schönheit, den internationalen Naturkosmetikmarkt sowie über Ökologie & Ökonomie unterhalten.

Die beiden Unternehmerinnen haben im wahrsten Sinn des Wortes von Anfang an alles richtig gemacht – sowohl aus ökonomischer als auch aus moralischer Sicht. Denn ihre Beautyprodukte sind frei von chemischen Inhaltsstoffen, künstlichen Duftstoffen, synthetischen Konservierungsstoffen sowie Tierversuchen. Stattdessen sind die Formulierungen BDIH-zertifiziert und randvoll mit Inhaltsstoffen, die nur die Natur selbst zu bieten hat und Nicht ohne Grund wurde das Berliner Kosmetiklabel 2014 mit dem »Beauty Challenge Award« ausgezeichnet und von der internationalen Presse – von der Vogue bis zur schwedischen Elle – gefeatured und in den höchsten Tönen gelobt. Kein Wunder. Vom künstlerisch gestalteten Packaging, über die Farbpalette, bis hin zu den hochwertigen Texturen und dem Geruch stimmt einfach alles. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass die beiden Berlinerinnen den Markt der Naturkosmetik revolutioniert und eine Luxus-Naturkosmetiklinie kreiert haben, die ihresgleichen sucht. Der Markenname UND GRETEL ist übrigens von den Gebrüdern Grimm inspiriert, während die mystisch klingenden Namen der Produkte aus dem Mittelhochdeutschen stammen. Da sie ihre Wurzeln im Angelsächsischen haben, klingen die Namen international vertraut. So bedeutet beispielsweise KNUTZEN küssen, SUNNE Sonne, LIEHT Licht und LUK Glück. Wer so originell denkt und konsequent agiert, dem müssen wir dringend ein paar Fragen stellen!

Peppermynta-Und-Gretel-NaturkosmetikChristina, in den vergangenen Monaten habt ihr zahlreiche Interviews gegeben, in denen ihr erklärt habt, was es mit UND GRETEL auf sich hat und wie es zur Gründung gekommen ist. Deshalb gebe ich mir Mühe, ein paar andere Fragen zu stellen. Aber zum Einstieg bitte ich dich dennoch, das Konzept und die Philosophie von UND GRETEL in wenigen Sätzen beschreiben.
Christina Roth: Der Entschluss UND GRETEL zu gründen, hat mit meiner langjährigen Arbeit als Make-up Artistin zu tun. Ich wurde immer wieder mit einem Paradoxon konfrontiert, nämlich dem Begehren von Make-up mit natürlichen Inhaltsstoffen einerseits und dem Bedarf an Kosmetik, die höchsten Ansprüchen gerecht werden soll, andererseits. UND GRETEL ist BDIH zertifizierte und vom Profi entwickelte dekorative Kosmetik – Profi Make-up auch für den normalen Konsumenten. Unsere Produkte ermöglichen durch vereinfachte Handhabungen, sich wie ein Profi zu schminken. Das bewusst reduzierte Sortiment beinhaltet genau die Farben, die ich in meiner langjährigen Erfahrung als Make-up Artistin, immer wieder verwendet habe und unter anderem an Models wie Eva Padberg getestet habe (siehe Schnappschuss unten). Unser Credo: Wir brauchen nicht viel, sondern das Richtige. Daher auch der Name UND GRETEL – ein Name, der an ein Märchen erinnert und ein Verweis auf alte Werte sein und uns dabei helfen soll, unser Konsumverhalten immer wieder neu zu überdenken.

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Inwiefern hat sich die Erwartungshaltung an Kosmetik in den vergangenen 15 Jahren verändert?
Christina: In den letzten 15 Jahren hat sich der Markt sehr verändert. Es gibt immer mehr Konsumenten, denen bewusst ist, wie wichtig es ist, auf gesunden Inhalt und verantwortungsvolles Handeln im Konsum zu achten. Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach Beständigkeit, Authentizität und Wertigkeit in unser digitalen Welt und entscheiden sich für Naturkosmetik. Konsumieren ja, aber weniger und dann das Richtige … Diese Tendenz zeichnete sich schon damals im pflegenden Kosmetikbereich ab und wurde dort immer mehr ausgeweitet. Stars fingen an, Cremes mit natürlichen Inhaltstoffen zu bewerben. Als ich damals von meiner Idee UND GRETEL erzählte, dachten alle an Pflegecremes und waren dann sehr überrascht über sich selbst, dass sie sich über die Inhaltstoffe in Sachen dekorativer Kosmetik noch nie Gedanken gemacht hatten. Als Begründung wurde immer angegeben, dass das nicht geht.

Wann fühlen wir uns wohl in unserer Haut. Sprich, was tut unserer Haut gut?
Christina: Sich in seiner Haut wohlzufühlen ist das Wichtigste. Wir fühlen uns dann wohl, wenn es uns gut geht. Pflegende Kräuterextrakte, Destillate und wertvolle Öle sind die Inhaltsstoffe unserer Produkte. Die strenge BDIH- Zertifizierung ist unser Gütezeichen. Sie schützt nicht nur Menschen und Tiere, sondern auch die Welt in der wir leben. Wenn wir uns selbst etwas Gutes tun und dabei Gutes tun, fühlen wir uns erst richtig wohl in unserer Haut.

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Eure zertifizierte Naturkosmetik wird längst nicht mehr nur in Deutschland vertrieben, sondern auch in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Luxemburg und in Spanien. Welche weiteren Länder stehen auf eurer Agenda?
Stephanie: Im nächsten Schritt wollen wir uns erst einmal weiter auf Europa konzentrieren. Und unsere Marke in den entsprechenden Ländern auf Basis derselben Strategie aufbauen, wie wir sie auf dem D-A-CH Markt (Deutschland, Österreich, Schweiz) konsequent umgesetzt haben. Hierzu suchen wir uns vor Ort immer den besten Partner … So werden wir voraussichtlich ab März mit einem tollen Agenten in UK zusammenarbeiten und auch in Schweden haben wir bereits tolle Kontakte geknüpft.

Wachstum lautet die Devise in unseren kapitalistischen Zeiten – sprich erfolgreiche Unternehmen gründen darauf, dass sie innerhalb kürzester Zeit und vor allem stetig wachsen, um im Wettbewerb bestehen zu können. Eure Produktpalette umfasst insgesamt elf Produkte in jeweils verschiedenen Farbnuancen – unter anderem Foundation, Concealer, Puder, Lidschatten, Lippenstifte, Kajalstifte & Mascara. Das ist im Vergleich zu herkömmlichen Kosmetikmarken recht wenig …
Christina: Der konventionelle  Markt ist undurchsichtig und der Verbraucher irritiert. Für mich als Profi Make-up Artistin war es schwierig, das richtige Produkt für meine Arbeit zu finden … Vieles auf dem konventionellen Markt ist ähnlich, sehr oft wurde ich in meinem Beruf nach der richtigen Farbe gefragt. UND GRETEL umfasst eine Palette von Farben, die es möglich macht, sehr individuelle Looks zu kreieren – nicht mit neuen Produkten, sondern durch Mischen der jeweiligen Farben untereinander. Wir haben insgesamt 48 Farben – das ist recht viel für ein Gesicht. Erfolgreiche Unternehmen sind Unternehmen, die vollkommen neu denken. Ökonomie und Ökologie werden in Zukunft immer mehr miteinander verschmelzen.

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Was waren die größten Hürden & Herausforderungen auf dem Weg zur Gründung einer eigenen Beauty-Marke?

Christina: Die Entwicklung der feinen Texturen mit intensiven Farben und die Garantie der Haftbarkeit auf der Haut. Naturkosmetik, BDIH zertifiziert, die der konventionellen Kosmetik aber in nichts nachsteht. Vor allem die richtigen Produzenten zu finden, um die Entwicklung starten zu können, hat sehr lange gedauert.
Stephanie: Der größte Meilenstein war sicherlich die Erstellung des Business-Plans, an dem wir beide lange geschrieben und gefeilt haben, bis er letztendlich perfekt war. Darüber hinaus war es zeitintensiv, die richtigen Geldgeber und Investoren zu finden.

Apropos: Hattet ihr finanzkräftige Investoren, die an euch geglaubt und euch auf eurem Weg unterstützt haben?
Stephanie: Ja, das hatten bzw. haben wir immer noch. Ein Teil unserer Finanzierung kam über private Investoren und über Friends & Family. Den anderen Teil haben wir über Banken finanziert. Alle zusammen haben immer an uns geglaubt und sind nach wie vor wichtige Wegbereiter, aber auch Begleiter bis zum heutigen Tag.

Wie lange hat es von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung sprich bis die ersten Produkte auf dem Markt erhältlich waren gedauert?
Christina: Jetzt im März ist es zehn Jahre her, seit ich die Idee hatte. Es hat insgesamt acht Jahre gedauert, bis das erste Produkt im Januar auf den Markt kam. Das hört sich sehr lange an. Aber jeder einzelne Tag war ein wichtiger Schritt auf dem Weg. Das war ein sorgfältiger Prozess, der nicht beschleunigt werden konnte.
Als ich damals angefangen habe, hätte ich nie gedacht, dass zehn Jahre daraus werden würden…

Hui, da hast du wirklich einen langen Atem bewiesen – was sich ja ganz offenbar gelohnt hat. Welches UND GRETEL Produkt kam als erstes auf den Markt?
Christina: Die Entwicklung der Produkte lief parallel. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr genau, welches das Erste war, da ich alle Produkte parallel entwickelt und gleich beim Shooting an Modells getestet habe. Die Produkte waren immer auf unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Aber als das Make-up LIEHT dann endlich die Richtige Textur hatte und die richtige Performance, ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Die weiße SUNNE BOX  habe ich übrigens ein Jahr lang immer zusammen mit den unterschiedlichen Entwicklungsstufen des SUNNE Puders auf jedes Shooting mitgenommen, um die Textur zu testen.

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Wie waren die ersten Reaktionen im Bekanntenkreis? Und wie hat der Handel auf eure Kosmetiklinie reagiert?
Stephanie: Das Feedback aus unserem Bekanntenkreis war natürlich positiv. Viele haben den Prozess über Jahre hinweg mit uns gemeinsam durchlebt, so dass die Freude an unserem Launch am 17.01. 2015 bei Andreas Murkudis in Berlin riesig groß war. Was den Handel angeht, – und das ist, neben dem wunderbaren Feedback der Make-up Artisten, die schönste Bestätigung – können wir nach einem Jahr stolz auf die Zusammenarbeit mit 100 Händlern blicken. Wir haben uns bewusst für den stationären Einzelhandel entschieden und Partner gesucht, die bereit sind, in eine neue Marke wie uns zu investieren und sie behutsam aufzubauen. Wir sind sehr glücklich und dankbar, solche Partner von Anfang an gefunden zu haben und freuen uns auf all die Händler, die noch dazu kommen werden.

Könntet ihr euch eine Kooperations-Edition mit einer anderen Naturkosmetikmarke vorstellen?
Stephanie: Man soll niemals nie sagen …

Inwiefern hat sich euer Leben seit der Gründung von UND GRETEL verändert?
Christina: Es gibt ja den bekannten Satz, man wächst mit seinen Aufgaben. Durch diese lange Zeit mit UND GRETEL hat sich für mich nichts abrupt verändert. Ich schlafe nach wie vor mit dem Gedanken an UND GRETEL ein, träume von UND GRETEL und wenn ich aufwache, denke ich als erstes an UND GRETEL.

 

Ihr möchtet mehr über Naturkosmetik erfahren? Hier geht es zum Interview mit Make-Up-Artistin Lisa Scharff.

 

Fotos: PR

 

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