Wunderwerk – Wäsche richtig waschen und umweltbewusste Pflege-Tipps für deine Kleidung

Tipps von Wunderwerk – Richtig waschen: wie pflege ich Kleidung richtig? Textilpflege für Seide, Baumwolle, Wolle, Jeans, Denim, Kaschmir

Eines vorweg: Wir waschen unsere Kleidung viel zu häufig. Die Zauberformel dagegen? Wäsche richtig waschen, hegen und pflegen. Denn in Sachen Langlebigkeit ist die richtige Textil-Pflege die halbe Mode-Miete. Wir haben mit Wunderwerk Gründer Heiko Wunder über richtiges Waschen und die beste Pflege von Textilien gesprochen und teilen heute sein geballtes Pflege-Wissen mit euch.

Du konsumierst Second Hand oder faire Mode? Großartig. Dann trägst du bereits sehr stilvoll zu einem gesünderen Umgang mit der Umwelt bei. Der Ursprung unserer Kleidung ist ein wichtiges Kriterium – doch auch Zuhause geht die Wertschätzungskette feuchtfröhlich weiter. Waschmaschine, Bügeleisen und Trockner können nämlich bei falscher Benutzung die Langlebigkeit deiner Kleidung deutlich verringern. Das ist nicht nur schade, wenn es um absolute Lieblingsteile geht. Das ist vor allem schade, weil es dazu beiträgt, dass der Verbrauch an Kleidung, für deren Herstellung oft wichtige Ressourcen wie Bio-Baumwolle oder Zellulosefasern genutzt werden, und deren Entsorgung ansteigt. Alles andere als stylisch.

Tipps von Wunderwerk – Richtig waschen: wie pflege ich Kleidung richtig? Textilpflege für Seide, Baumwolle, Wolle, Jeans, Denim, Kaschmir

Wunderwerk – weil richtig waschen und gute Pflege kein Hexenwerk ist

»More than organic«. Ich mag den Wunderwerk Claim. Beschreibt er nicht nur den Anspruch an Nachhaltigkeit und Qualität, die Heiko Wunder und sein Team im Label Wunderwerk manifestieren. »More than organic« bedeutet auch hinter die Kleidungs-Kulissen zu schauen, Träger*innen aufzuklären und Materialien zu verwenden, die uns viele Jahre Freude bereiten und Mama Erde nicht weh tun und diese so zu pflegen, sodass Käufer*innen möglichst lange etwas davon haben. Als Heiko mir seinen heißesten Wunderwerk Pflege-Stoff am Telefon verriet, glühte mein Stift ebenso wie mein Ohr. Hier also mega Tipps für vier Materialien-Familien und alles darüber, wie ihr sie wunderschön pflegt.

Biobaumwolle – robuste Faser mit soliden Pflegeansprüchen

Du musst nicht immer gleich waschen. Oft reicht erst einmal ein Lüften auf dem Balkon oder am offenen Fenster. Oder in der Dusche hängend, denn der warme Dampf kann deinem Lieblings Shirt auch den Flavour entziehen. Baumwolle ist ein pflegeleichter Stoff. Oberflächliche Flecken kannst du mit einer weichen Bürste ausbürsten – am besten trocken. Möchtest du dein Shirt richtig waschen, achte auf niedrige Temperaturen um die 30 Grad und darauf, dass du das Kleidungsstück nicht zu sehr schleuderst. Wer ein sehr weiches Hautgefühl beim Tragen mag, kann einen nachhaltigen, abbaubaren Bio-Weichspüler auf Pflanzenöl-Basis (z.B. von Sonett) verwenden. Denn unbehandelte Bio-Baumwolle kann nach einigen Wäschen stumpf und trocken werden. Kleiner Hinweis: Für konventionellen Weichspüler werden fast immer Silikone oder sonstige nicht abbaubare chemischen Verbindungen, oft auch Schlachtabfälle verwendet. Für uns ist das nicht tragbar.

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Seide, Wolle, Alpaka und Cashmere – die Edlen für die Extraportion Pflege

Uff. Um die meisten dieser Materialien mache ich einen Bogen, weil ich eher Kamikaze-Wäscherin als detailverliebte Pflege-Freundin bin. Die Tipps von Heiko haben mir allerdings Mut gemacht. Seide und Wolle sind Eiweißfasern. Das bedeutet, dass sie bei zu hohen Temperaturen denaturieren. Klingt logisch. Was mit deinen Haaren passiert, wenn du das Glätteisen auf Vulkan-Temperatur stellst, weißt du ja auch. Wenn es dir möglich ist, bitte unbedingt das Handwaschprogramm deiner Waschmaschine waschen. Denn wenn wir selbst mit der Hand waschen, verwöhnen wir unsere liebsten Teile viel zu oft mit viel zu heißem Wasser. 30 Grad – das ist kälter als deine Hauttemperatur.

Richtig Waschen? Am besten einen Waschbeutel nutzen, das gibt Extraschutz vor der Trommel und damit die mechanischen Beanspruchung möglichst reduziert wird. Wolle und Alpaka kannst du übrigens auch einfach mit deinem Naturkosmetik Shampoo waschen – habe ich gleich ausprobiert. Jetzt duftet mein Wollpullover nach Urtekram Lavendel Shampoo, I like! Im feuchten Zustand am besten immer liegend trocknen, dann leiert das Strick-Schätzchen nicht aus. Wenn Wolle mal Schweiß-muffig wird, kannst du sie auch in einem Beutel in den Gefrierschrank legen. So erledigst du die Milchsäurebakterien, die für den unangenehmen Geruch zuständig sind – dieser Trick gilt übrigens für alle Kleidungsstücke.

Kennst du diese kleinen Knötchen, die sich auf deinem Strickpullover oder deinem Baumwoll-Sweater bilden? Freue dich über sie. Denn Pilling ist ein Hinweis dafür, dass die Faser nicht mit einer Antipilling-Chemiekeule behandelt wurde! Da kann es tatsächlich sein, dass Bio-Wolle etwas mehr Pilling aufweist als »normalerweise«. Insbesondere für Menschen mit der empfindlicher Haut oder Allergierisiken ist das wichtig zu wissen. Dein liebstes Pilling-Accessoires? Ein Fussel-Rasierer. Hat sogar etwas sehr beruhigendes.

Wenn du Seide & Co. bügeln willst dann immer nur auf dem ersten Punkt und am besten unter einer Unterlage, sodass der Stoff bzw. das Gestrickte nicht direkt mit dem Bügeleisen in Berührung kommt. Dafür eignet sich auch Omas alter Bügeleisen-Überzug.

Modal und Lyocell – Zellulosefasern, die es gar nicht sauer mag

Regeneratfasern, wie u.a. Viskose, Modal und Lyocell (z.B. Tencel) werden auf Basis von Pflanzenfasern hergestellt. Sie sind relativ strapazierfähig, haben allerdings ihre Probleme mit Säure. Also bitte keine Flecken mit Zitronensäure oder ähnlichem behandeln. Beim Waschen dein Waschmittel nach Wahl immer in den Waschmittelbehälter und nicht direkt in die Trommel geben, auch darauf können Modal und Lyocell reagieren. Letzteres solltest du umgehend nach dem Waschen aus der Trommel nehmen, da sich die Farbe auf dem feuchten Lyocell-Stoff verändern kann. Beide Materialien kannst du bedenkenlos bei 3 Punkten bügeln, 2 Punkte sollten aber locker reichen.

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Denim – The Cool Blue One

Ein Wunderwerk It-Piece und durchschnittlich mit acht Ausführungen in jedem Kleiderschrank vertreten: Die Jeans. Denim ist robust, super langlebig und strapazierfähig. Bei den auf alten, schmal gewebten Webstühlen mit roter Webkante gewebten Selvedge Jeans ist Waschen sogar verpönt. Das ist die authentischste aller Jeans und kommt in der Regel absolut ungewaschen in den Handel. Saubere Sache für deine Jeans? Wieder das Gefrierfach. Einfach 24 Stunden in einem Beutel übernachten lassen und frisch ist die Blue Jeans. Flecken kannst du mit einer Bürste ausbürsten. Bitte auch hier nicht reiben, denn so gelangt der Fleck und seine Farbe nur noch tiefer in die Faser.

 

Fotos: PR

 

What a wonderful world! Wir sind so dankbar, dass es Menschen und Marken gibt, die unsere Arbeit finanziell unterstützen. Unser Artikel „Richtig Waschen“ ist in Kooperation mit Wunderwerk entstanden.

 

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