Mey »Fair made. Fair paid« – Über den wahren Wert unserer Kleidung

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Mein Sohn und ich achten auf Mode, die fair und nachhaltig produziert wird. Was das für ein Geschenk ist, wie wertvoll Kleidung ist und was das Traditionsunternehmen Mey damit zu tun hat, möchte ich euch heute erzählen. 

Jesse ist jetzt 14 Jahre alt und wir zwei sind ein ziemlich cooles Team. Würden wir aber beide in Bangladesch leben, dann würde Jesse jetzt vielleicht schon drei oder vier Jahre in einer Fabrik arbeiten und Billig-Shirts für Moderiesen wie H&M oder Takko produzieren. Laut UNICEF arbeiten rund 1 Millionen Kinder von 10 bis 14 Jahren in der Textilbranche, nähen winzige Pailletten an Partykleider, fertigen Schnitte aus, bleichen oder färben Kleidung und reinigen die Maschinen. Sie gehen nicht zur Schule und arbeiten oft 12 bis 14 Stunden am Tag. Und das alles für umgerechnet 8 Euro im Monat. In Bangladesch entsprechen rund 7000 Fabriken nicht den weltweiten Sicherheitsstandards. Und auch dort arbeiten viele Kinder – Jungs und Mädchen, die so alt sind wie mein Sohn. Die Dunkelziffer ist noch viel höher! Je länger ich darüber nachdenke, umso stärker wird der Schauer auf meinem Rücken. Ich will nicht, dass Kinder wegen meines Klamotten-Konsums nicht zur Schule gehen dürfen, nicht frei spielen und länger schuften, als jeder von uns hier in Deutschland. Denn nicht nur Leute machen Kleider, auch unsere Kleiderwahl macht Leute: Sie bestimmt die Welt von Menschen, die aufgrund wirtschaftlicher Interessen wie Sklaven arbeiten müssen. Männer, Frauen und leider auch Kinder.

»Fair made. Fair paid« – Wir haben die Kleider-Wahl!

Für mich und uns hat deshalb die faire Produktion unserer Kleidung oberste Priorität. Ich bin dankbar, dass wir die Wahl haben, uns für etwas Anderes zu entscheiden und mit dieser Entscheidung zu einer besseren Modewelt beitragen. Ein Label, das sich für uns als absoluter Liebling für Basic-Teile eingeschlichen hat, ist das Familienunternehmen Mey, das in Süddeutschland ansässig ist. Seit 1928 produzieren sie ohne Kompromiss nachhaltig und feiern in diesem Jahr ihr 90-jähriges Jubiläum. Und dieses Jubiläum steht unter einem ganz besonderen Motto: »Fair made. Fair paid«.

Die Produktion von Mey findet zum Großteil in Deutschland statt. Zwei weitere, nachhaltige Produktionsorte befinden sich in Ungarn und Portugal. Insgesamt arbeiten dort rund 1000 Menschen an Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb der Kleidung. Genau diese Menschen zeigt Mey, um darauf aufmerksam zu machen, wer hinter den Lieblings-Shirts und Tops steckt. Denn oftmals ist uns die Länge der Produktionskette und wie viele Menschen darin involviert sind, gar nicht bewusst. Leute machen Kleider! Und sie werden dafür fair bezahlt – da geht Jesse und mir das Herz auf!

Die Menschen hinter den Kleidungsstücken

Jedes T-Shirt aus der Jubiläumskollektion ist im sogenannten »Rückenspiegel« mit einem Foto eines Mey Mitarbeiters/Mitarbeiterin verziert, der oder die etwas über das T-Shirt sagt. Anne ist Designerin bei Mey und entwirft die tollen Teile. Thomas zum Beispiel ist Mechaniker und stellt die Maschinen auf die Produkte ein und entwickelt neue Maschinenteile, wenn es mal kniffelig wird. Daniela ist Näherin in Teilzeit und Mama und ich weiß genau, dass es ihr nicht anders geht, wenn sie an die Fabriken in Bangladesch denkt. Menschen wie du und ich, die das Shirt, das wir tragen, in den Händen gehalten haben. Ohne gesundheitsgefährdeten Umstände, ohne Zeitnot und vor allem unter absolut fairen Bedingungen.

Die Kampagne von Mey – Pay what you want!

Am 20. und 21. April startet Mey die Aktion »Pay what you want!«. Das bedeutet: Du entscheidest selbst, was dir die Jubiläums-Shirts wert sind und zahlst diesen Betrag. Das kannst du in den Mey Stores, bei ausgewählten Fachhändlern und im Mey Onlineshop in Deutschland machen. Bei 30 Fachhandelspartnern findet die Aktion an verschiedenen Terminen sogar bis Anfang Mai statt. Den gesamten Erlös dieser Aktion spendet das Familienunternehmen zu 100% an karitative Organisationen. Zum einen an die »Freunde der Kinderklinik des UK Eppendorf e.V.«, die sich im Kampf gegen Kinderdemenz einsetzen. Zum anderen an den »Straßenkinder e.V.«, der sich um Straßenkindern in Deutschland kümmert. Leute machen Kleider! Die es verdient haben, länger getragen zu werden, als nur eine Saison. »Pay what you want«, tue Gutes und gönne dir ein faires Klassiker-Shirt von Mey. Mehr Informationen erhältst du unter: fairmade-fairpaid.com

 

 

Fotos: Roman Dachsel
Model: Jesse Knipper/Mattmüller Casting

 

 

Uns liegt es am Herzen, dass wir euch immer aktuell über alles aus der nachhaltigen Welt informieren können. Leider schaffen wir es dabei noch nicht, von Luft und Liebe zu leben. Deshalb ist dieser Beitrag in freundlichster Kooperation mit Mey entstanden. Danke dafür!

 

Und hier geht es zu einem weiteren tollen Unternehmen: Blue Ben – der erste Sweater der Welt, der Wasser spart