Weg mit Einweg! Herkömmliche Wattestäbchen sind eine große Belastung für unsere Umwelt. Warum? Wie viele andere Einwegprodukte landen sie nach einmaliger Nutzung im Müll. Mit LastSwab, einem Mehrweg-Wattestäbchen aus Kunststoff, möchte LastObject* aus Dänemark dieser Wegwerfmentalität entgegenwirken. Eine sinnvolle Alternative?
Kleines Stäbchen mit großer Wirkung Ob zum Ohrensäubern oder um den verpatzten Lidstrich zu korrigieren: Wattestäbchen erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit in vielen Badezimmern. Das Problem? Stäbchen einmal benutzt und zack – ab in den Mülleimer. So entsteht eine enorme Menge Müll, selbst wenn die Stäbchen mittlerweile überwiegend aus Papier, Pappe oder Bambus bestehen. Auch wenn die kleinen Stäbchen auf den ersten Blick unscheinbar erscheinen mögen, ihre Wirkung auf unsere Umwelt ist ziemlich groß. Seit Juli 2021 sind Wattestäbchen mit Kunststoffschaft in der Europäischen Union verboten. Die Regelung ist Teil der EU-Einwegkunststoffrichtlinie, die Plastikmüll in der Umwelt und den Weltmeeren reduzieren soll.
LastSwab – Das erste Mehrweg-Wattestäbchen
Genau hier setzt die Idee von LastObject aus Kopenhagen an: Mit LastSwab hat die Marke das erste Mehrweg-Wattestäbchen auf den Markt gebracht. Das Mittelteil des Stäbchens besteht aus Nylon, die Enden aus dem Kunststoff TPE. Die Materialien allein machen das wiederverwendbare Stäbchen damit noch nicht nachhaltiger. Der Unterschied liegt vielmehr in der langen Nutzungsdauer: Nach Angaben von LastObject sollen LastSwab Wattestäbchen bis zu 1000 Mal verwendet werden können. Damit stellen sie eine nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Wattestäbchen dar. Denn: Je öfter ein Produkt verwendet wird, desto besser seine Ökobilanz.
Die LastSwab Stäbchen gibt es in zwei Versionen: einmal für die Ohren und einmal für Make-up. Mit Wasser und Seife sind sie ganz einfach zu reinigen und können anschließend wieder verwendet werden. Um die Stäbchen auch auf Reisen vor Schmutz zu schützen, gibt es eine Hülle aus biologisch abbaubaren Materialien auf Maisbasis dazu. Gefertigt werden die Mehrweg-Stäbchen in China. LastObject legt dabei Wert auf faire Löhne und Sicherheit am Arbeitsplatz. Einziger Wermutstropfen: Haben die Stäbchen einmal ausgedient, können sie aufgrund der verschiedenen Kunststoffmaterialien nur schwer recycelt werden. Als Lösung bleibt, wie auch vom Designer-Team selbst empfohlen, nur der Verbrennungsofen.
Neben LastSwab hat LastObject noch weitere clevere Helfer für den Alltag entwickelt. LastTissue* bringt Großmutters Taschentuch in die Moderne: Sechs superweiche Bio-Baumwoll-Taschentücher in einer spülmaschinenfesten Silikonbox, die sauberes von benutztem Material trennt. Dank des gerollten Saums sind die Tücher besonders langlebig, sie lassen sich bis zu 460 Mal bei 60 °C waschen und schonen die Nase. Mit LastRound* gibt es eine nachhaltige Alternative zu Einweg-Wattepads. Hergestellt aus skandinavischen Holz- und Baumwollfasern, lassen sich die Pads bis zu 250 Mal verwenden. Das Etui besteht aus recyceltem Meeresplastik und ist am Ende biologisch abbaubar. Für die Menstruation bietet LastPad* wiederverwendbare Binden, die Einwegprodukte ersetzen. Clevere Details wie Silikonstreifen und praktische Flügel sorgen für sicheren Halt und Komfort. Für unterwegs gibt es zusätzlich ein kleines, auslaufsicheres Täschchen zur Aufbewahrung.
Augen auf beim Stäbchen-Kauf
Unsere Redaktion hat die wiederverwendbaren LastSwab Wattestäbchen getestet und in Qualität und Handling einstimmig für gut befunden. Auch auf Nachfragen zu Material und Produktionsbedingungen hat LastObject bereitwillig geantwortet, weshalb wir die Stäbchen durchaus weiterempfehlen können. Aber: Achtung beim Kauf von Mehrweg-Wattestäbchen über andere Plattformen! Laut Angaben von LastObject gibt es mittlerweile viele Billigplagiate, die auf Amazon oder Ebay angeboten werden.
Weitere Alternativen zu herkömmlichen Wattestäbchen
Wenn wir doch mal auf Einweg-Wattestäbchen zurückgreifen müssen, empfehlen wir die Varianten aus Bambus und Bio-Baumwolle von Hydrophil*. Ihre Ökobilanz ist zwar nicht perfekt, da sie nach einmaliger Nutzung entsorgt werden, dafür sind die Stäbchen biologisch abbaubar. Deutlich ressourcenschonender ist hingegen das Oriculi Ohrenstäbchen von Avril*. Es besteht aus Bambus und kann unbegrenzt wiederverwendet werden.
Fotos: PR
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