Tomatenretter – So kannst du als Pate alte Tomatensorten retten

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Gemüse-Helden: Dank der Tomatenretter kann jeder eine Patenschaft für seine liebste Tomatensorte übernehmen und so zum Fördermitglied im Hamburger Tomatenretter Verein werden.

Du hast dir schon immer gewünscht, Patentante oder Onkel zu werden und spielst mit dem Gedanken, diesen Traum endlich zu verwirklichen? Dann dürfte der Tomatenretter Verein  genau das Richtige für dich sein. Oder aber ein prima Geschenk für Familie und Freunde!

Warum die Tomaten gerettet werden müssen

Vielleicht ist es dir auch schonmal passiert, dass du im Supermarkt nach einer saftig aussehenden Tomate gegriffen, sie mit nach Hause genommen und mit Vorfreude, zubereitet hast…

… und dann die Enttäuschung, denn die Tomate kommt geschmacklich kein Stück an diejenige heran, die du letztens auf dem Markt erstanden hast! Von diesem Problem kannst du dich jetzt endgültig verabschieden, denn es gibt die Tomatenretter, die eben dafür sorgen, dass Gemüse, insbesondere Tomaten, wieder schmackhafter und natürlicher werden. Du, er, sie, ich und wir alle können nämlich spielend leicht Teil dieses wunderbaren Vereins werden! Einfach Formular ausfüllen, Soli-Beitrag bereitstellen und Saatgut sowie Gemüse auf dem Hof abholen. Denn was könnte es Schöneres geben, als eine leckere, saftige Tomate zu verspeisen und das noch mit einem guten Gewissen? Im Winter legt der Hof eine Pause ein, aber wer an Tomatensaatgut interessiert ist, kann einfach eine Mail an info@tomatenretter.de schicken.

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Wie du zum Tomatenhelden wirst

Eigentlich ganz leicht, denn die Tomatenretter sorgen für die Pflege und die Instandsetzung deiner Pflanzen. Du bist aber natürlich herzlich dazu eingeladen, selbst Hand anzulegen und aktiv mitzuhelfen, denn pro Sorte werden 10 Pflanzen angebaut und das macht mächtig viel Arbeit. Die Bestäubung wird per Hand ausgeführt, sodass sich die einzelnen Arten nicht untereinander vermischen. Der Verein bietet viele Aktionstage an, bei denen man sich auf dem gepachteten Hof, dem »Hof vorm Deich« auf dem die Sträucher stehen, umschauen und die eigene Tomatensorte begutachten kann. Ein Kooperationspartner ist der »Arbeitskreis lokale Ökonomie«.Der Arbeitskreis ist eine Projektgemeinschaft, die sich ausschließlich durch gegenseitige Hilfe am Leben hält. Es gibt beispielsweise Umsonstläden, eine Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt und ein jährliches Umsonstfest.

Tomatenretter – Was genau dahinter steckt

In der Lebensmittelindustrie ist es gang und gäbe, dass der Fokus beim Gemüse nicht auf der geschmacklichen Komponente liegt, sondern auf dem Preis, dem Aussehen und auf der Haltbarkeit. Das Problem ist dabei, dass landwirtschaftliche Betriebe ihre selbst angebauten Produkte nicht ohne Zulassung vertreiben dürfen und diese ist eben sehr teuer und bringt einen großen Aufwand mit sich. Dadurch sind die Bauern und Bäuerinnen an den globalisierten Lebensmittelpreis gebunden, der einen Konflikt zwischen Qualität, Quantität und ihrer Existenzsicherung mit sich bringt. Das Ergebnis: Nur wenige Sorten werden angebaut. Die Landwirte unterliegen nämlich dem Druck produzieren zu müssen, damit sie sich ihren Lebensunterhalt sichern können. Beim Einkaufen im Supermarkt fragt man sich meistens, wo kommt meine Tomate eigentlich her? Und kann ich sie überhaupt mit einem guten Gewissen auffuttern? Wir alle haben doch das Recht mitzubestimmen, was in unserer Küche und letztendlich auf unseren Tellern landet, oder? Aus diesem Grund gibt es die Tomatenretter, die Tomaten nicht nur zu einem ökologischen, sondern gleichzeitig auch zu einem sozialen Genuss machen. Auf der Homepage der Tomatenretter sind bereits 160 verschiedene Sorten aufgelistet, die vielseitiger nicht sein könnten. Vom »Blondköpfchen« über »Dr. Whyshe’s Yellow« bis hin zur »Schlesischen Himbeere« ist für jeden Geschmack was dabei. Wie wär‘s also dieses Jahr mal mit einem unkonventionellen Geburtstagseschenk nämlich einer eigenen Tomatensorte für die Liebsten?

Fotos: Edgar Castrejon, Vince LeeChad Stembridge (alle über Unsplash)

 

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