Fashion Revolution Week 2019 – Unser Fair Fashion Shooting Vol. 3

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Lynn Hoefer von Heavenlynnhealthy trägt Lanius und Lovjoi

Fashion Revolution Week Ahoi! Wenn es nach uns ginge, dann wären die anderen 51 Wochen im Jahr auch Fashion Revolution Week. Damit du noch mehr Inspiration für noch mehr tolle Fair Fashion Outfits erhältst, teilen wir heute unser drittes Fashion Revolution Week  Shooting mit dir. Entdecke wieder fünf großartige Frauen in Wort und Bild, die gemeinsam mit uns für Vielfalt und Individualität und faire Mode einstehen. 

 

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Lynn Hoefer von Heavenlynnhealthy trägt Lanius und Lovjoi

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Lynn Hoefer von Heavenlynnhealthy trägt Lanius und Lovjoi

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Lynn Hoefer von Heavenlynnhealthy trägt Lanius und Lovjoi

Den Anfang unserer dritten Strecke macht die großartige Lynn Hoefer, die uns auf und mit ihrem Blog Heavenlynnhealthy und ihrem im letzten Sommer erschienenen veganen Kochbuch »Himmlisch Gesund« schon viele Stunden versüßt hat.

Lynn in einer rosa Culotte mit Wickeleffekt aus Bio-Baumwolle von Lanius, 159,90 Euro. Schwarzes Top aus Bio-Baumwolle, in Deutschland produziert von Lovjoi, 55 Euro. Multicolour-Sneaker mit Mesh, fair und nachhaltig in einer spanischen Manufaktur produziert von Maison Mangostan, 163 Euro. Handgestrickter XXL-Sweater in Hellgrau, aus recyceltem Kaschmir von Natascha von Hirschhausen, 589 Euro. Shopper aus vegetabil gefärbtem Leder von O My Bag über Werte Freunde, 269 Euro. Goldenes Armband aus recyceltem Messing mit Anhänger von Fremdformat über Werte Freunde, 39 Euro. Armreifen, handgefertigt in London und aus recyceltem Silber von Wild Fawn über Werte Freunde, je ca.50 Euro. Vergoldete Armbänder aus der Kölner Manufaktur Pikfine, je ab 40 Euro. Vergoldeter Ring von Pikfine, aktuell im Sale für 29,90 Euro. Verlobungsring aus eco-fairem Gold und mit Stein von Jan Spille, Preis auf Anfrage.

Was ist dein aktuelles, liebstes Fair Fashion Teil und warum?
Definitiv meine Jacke »Lyndon« von Embassy of Bricks and Logs. Noch nie wurde ich so häufig auf der Straße wegen einer Jacke angehalten. Ich musste den etwas komplizierten Namen der Firma sogar in fremde Handys eintippen. Sie ist einfach so warm und kuschelig. Schade, dass jetzt der Frühling kommt.

Veganismus und faire Mode, wie steht das für dich in Einklang?
Ich selbst lebe nicht vegan, ernähre mich aber überwiegend pflanzlich. Doch sobald man anfängt, sich mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen, beginnt man automatisch, den gesamtem Lebensstil zu hinterfragen. Was steckt in meiner Kosmetik, in meiner Kleidung und wer macht diese überhaupt? Viele Menschen kommen erst über den Veganismus mit dem Thema faire Mode in Berührung, denn vegan zu leben bezieht sich eben nicht nur auf die Ernährung, sondern auf alle Bereiche des Lebens. Obwohl man natürlich anmerken muss, dass vegane Mode nicht gleich faire Mode bedeutet.

Klasse statt Masse? Worauf legst du beim Shoppen besonders viel Augenmerk?
Definitiv auf Klasse. Ich kaufe schon lange nur noch ausgewählte Kleidungsstücke von hoher Qualität. Außerdem investiere ich eher in Basics als in ausgefallene Stücke. Eine Ausnahme sind Kleider – da darf es schon mal etwas bunter und auch ein Kleid mehr sein.

Du lebst in Lüneburg, einer etwas beschaulicheren Stadt. Wie entwickelt sich das Thema faire Mode dort?
Tatsächlich ist Lüneburg eine sehr umwelt- und nachhaltigkeitsbewusste Stadt. Die Leuphana Universität war eine der ersten Unis Deutschlands, an der man Nachhaltigkeitsmanagement studieren kann. Während meines Masters (in Entrepreneurship) haben wir sogar die Supply Chains von fairen Modemarken analysiert und das faire Label Melawear wurde an der Leuphana gegründet und hatte dort lange seinen Hauptsitz. Dementsprechend ist das Angebot an fairer Mode in Lüneburg nicht klein – es gibt sogar drei Fair Fashion Läden. Mein Verlobter und ich gehen am liebsten in den »Bekleidungsraum«, der Firmen wie Armedangels, Ecoalf oder Embassy of Bricks and Logs im Sortiment hat.

 

 

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Melanie Jeske aka Melodie Michelberger trägt einen Kimono von Cornelia Sun und ein Kleid von Hui Hui

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Melanie Jeske aka Melodie Michelberger trägt einen Kimono von Cornelia Sun und ein Kleid von Hui Hui

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Melanie Jeske aka Melodie Michelberger trägt einen Kimono von Cornelia Sun und ein Kleid von Hui Hui

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Melanie Jeske aka Melodie Michelberger trägt einen Kimono von Cornelia Sun und ein Kleid von Hui Hui

Weiter geht es mit Melodie Michelberger. Die Body Image und Self-Love Aktivistin steht für eine feministisches, faires Modebild über genormte Konventionen hinweg ein. Dass wir zudem immer gute Laune haben, wenn wir zusammen sind, macht das Sein mit Melodie noch ein bisschen schöner!

Melodie strahlt uns in einem Kleid aus reiner Seide, von Hui Hui, 220 Euro offline zu kaufen bei Konk Berlin. Ein Unikat: Upcycling Kimono aus alten Saris von Cornelia Sun, um 140 Euro. Naturfarbene Paperbag-Tasche aus vegetabilem Sattlerleder, made in Germany, von Harold’s, 239 Euro. Dreieckige Ohrringe mit Fransen von Folkdays x Joia de Vita, 99 Euro. Kette aus recyceltem Silber von Wild Fawn über Werte Freunde, 40 Euro.

#Bodypositvity – was hat das für dich mit Mode zu tun?
Die Grundidee der Body Positivity-Bewegung ist, Akzeptanz und Raum für diejenigen Körper zu schaffen, die als nicht schön und/oder nicht gesund erachtet und dadurch in unserer Gesellschaft systematisch diskriminiert und ausgegrenzt werden. Deshalb hat Body Positivity natürlich auch etwas mit Mode zu tun, denn nach wie vor werden dicke Körper und Körper, die nicht den Mainstream-Erwartungen an Schönheit entsprechen, von den allermeisten Modelabels außer Acht gelassen. Der deutsche Modemarkt ist, was Größen-Inklusivität betrifft, sogar besonders schlecht aufgestellt. Es gibt entweder Labels, die Mode bis Größe 42/44 machen oder Labels die Mode ab Gr. 42/44 machen, vergeblich sucht man Labels, die Mode für dicke, dünne, kleine, große Menschen machen. Auf dem amerikanischen und britischen Markt gibt es bereits deutlich mehr Labels, die ganz selbstverständlich Mode von XXS bis XXXXL anbieten, die sogar fair hergestellt ist.

Du hast lange für ein Modelabel und ein Modemagazin gearbeitet. Wie hat sich dein Umgang mit Kleidung verändert, seitdem du so viele Einblicke in die Modebranche bekommen hast?
In meiner Zeit als Moderedakteurin war ich geradezu besessen davon, immer modisch und up-to-date gekleidet zu sein. Damals habe ich sicherlich die Hälfte meines Gehalts in Mode investiert. Teure Designer-Pieces, Fast-Fashion, besondere Vintage-Teile – es war alles dabei. Damals habe ich tatsächlich weder an die Produktionsbedingungen, noch an Umweltschutz gedacht. Das hat sich erst geändert, als ich angefangen habe, Öffentlichkeitsarbeit für ein Hamburger Modelabel zu machen. Die Einblicke in unterschiedlichste Produktionsabläufe, die Verarbeitung und das Sourcing der Zutaten haben mich sehr geprägt und angeregt, auch über meinen eigenen Konsum und faire Herstellungsbedingungen für alle Menschen in der Produktionskette, nachzudenken.

Viele Menschen denken immer noch, dass faire Mode nicht sexy ist. Was denkst du darüber?
Natürlich gibt es fair Fashion Labels, die ganz bestimmt modischer sein könnten, aber »sexy Mode« ist ja Definitionssache und es ist ja sowieso eine Frage, ob man sich andauernd in den neuesten Trends kleiden muss oder nicht. Mode ist für mich etwas, das über den Schnitt, die Farbe und den Style eines Kleidungsstücks hinaus geht. Mode hat eben auch etwas mit einer bestimmten Lebensanschauung und Haltung zu tun, deshalb empfinde ich mittlerweile kein begehrenswertes Gefühl mehr,für Fast Fashion Teile, die natürlich auf den ersten Blick oft sehr modisch und cool aussehen, Geld auszugeben.

Was sind alte Glaubenssätze, die du in den letzten Jahren in Sachen Mode & Körperformen auflösen durftest?
Früher wurde mir immer gesagt, dass ich als dickes Mädchen keine auffälligen Farben oder gar bunte, großflächige Muster tragen soll, um meinen runden Körper nicht noch mehr zu betonen. So als hätte ich eine gesellschaftliche Verantwortung, andere Menschen nicht mit meinem Körperumfang zu belästigen. Es hat viele Jahre gedauert bis ich verstanden habe, dass unsere Gesellschaft geradezu besessen ist, von einem unerreichbaren Schönheitsideal, dem ich sowieso nicht entsprechen kann, also habe ich irgendwann auf solche Ratschläge gepfiffen und trage heute einfach das, worauf ich Lust habe, meistens leuchtende Farben und viele Muster.

Gehen Fair Fashion und Feminismus für dich Hand in Hand und wenn ja, warum?
Ja, auf jeden Fall. Beim Feminismus geht es ja auch um Menschenwürde und die Selbstbestimmung von Frauen. Und unser Feminismus sollte natürlich alle Frauen mit einschließen, eben auch die Frauen, die nicht in unserem Land leben. Allerdings finde ich es schwierig, in dieser Diskussion mit dem Finger auf andere zu zeigen. Des öfteren habe ich online schon Zitate gelesen, wie: »Du bist keine Feministin, wenn du Fast-Fashion trägst.« Auch wenn es natürlich in sich ein Widerspruch darstellt, als Feministin Fast Fashion zu tragen, gibt es viele unterschiedliche Gründe, warum Konsument*innen zu Fast Fashion greifen, das hat nicht nur etwas mit sinnlosem Konsum zu tun. Ich finde da sollte sich jede*r an die eigene Nase greifen, eigene Privilegien überdenken und nicht vorschnell reagieren, denn das wird uns in dieser Diskussion nicht voran bringen. Man muss sich das ganze System anschauen, das es erst möglich macht, dass Firmen mit Sitz in Deutschland, Spanien, Schweden usw. in anderen Ländern Arbeitsbedingungen und Menschenrechte umgehen können. Es bringt uns nicht weiter, wenn wir unsere Energie darauf verschwenden, die Konsument*innen zu kritisieren und eben nicht den Kapitalismus als solches.

 

 

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Nina Nestler trägt ein Kleid von King Louie

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Nina Nestler trägt ein Kleid von King Louie
Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Nina Nestler trägt ein Kleid von King Louie

Die wunderbare Styling-Seele von Peppermynta: Nina Nestler ist Redakteurin und Fair Fashion Spezialistin. Als Stylistin kennt sie nicht nur die neusten Trends, sondern immer auch die Menschen und Geschichten hinter den Kleidungsstücken.

Maxikleid aus weichem Jersey von King Louie, 114,95 Euro. Karierter Mantel aus Hanf mit Bio-Baumwolle, von Lanius um 239,90 Euro. Senfgelber Rucksack aus 100% recyceltem PET, geräumig und mit Laptop-Fach, von Pinqponq über Glore Hamburg, um 89,90 Euro. Schwarz-weißes Club-Armband, privat.

Was war deine Motivation, dich als Fair Fashion Stylistin zu positionieren? Was begegnet dir im Alltag?
Durch meine redaktionelle Arbeit bin ich immer wieder auf neue, tolle Firmen gestoßen, die fair und nachhaltig produzieren, mit viel Herzblut und Respekt. Das fand ich unglaublich spannend und inspirierend, so dass ich das unbedingt weitergeben und teilen wollte, ob nun als Stylistin, Redakteurin oder auch privat. Im Alltag finde ich es super schwer, den Spagat zwischen Ideal und Realität hinzubekommen, mich nicht durch gängige Überzeugungen – alles muss immer besser, schneller und noch nie dagewesen sein – von meinen eigenen Werten abbringen zu lassen, und das Thema trotz aller Schattenseiten positiv und mit Freude anzugehen.

Welche Looks stylst du am liebsten?
Das ist ganz unterschiedlich: ich liebe es, Neues zu entdecken und auszuprobieren und je mehr ich über ein Label weiß, desto mehr Spaß macht es mir, damit zu arbeiten. Oft entstehen dabei, völlig unbewusst, faszinierende Synergien. Am liebsten mag ich es allerdings, wenn der Mensch im Vordergrund steht und Charakter und Outfit schlicht und einfach zusammenpassen.

Wie können wir uns so ein Fair Fashion Shooting vorstellen?
Das unterscheidet sich eigentlich gar nicht groß von anderen Shootings, außer dass im Vorfeld oftmals mehr Recherche notwendig ist und man im Zweifelsfall noch einmal prüft, ob das Label auch wirklich fair und nachhaltig produziert. Und bisher hatte ich immer das Glück, mit ganz tollen Menschen zusammen zu arbeiten, die alle eine ähnliche Idee und ein holistisches Verständnis von Fair Fashion hatten – das ist dann wirkliche eine Bereicherung.

Welche Probleme siehst du nach wie vor in der Branche und was wären deiner Meinung nach potentielle Lösungen?
Greenwashing und fehlende Transparenz sind Probleme, auf die ich immer wieder treffe. Ich denke es ist wichtig, das Bewusstsein für faire Mode noch weiter zu etablieren und auf das Thema aufmerksam zu machen sowie miteinander zu kommunizieren. Es geht ja auch nicht darum, im Alltag immer 100% nachhaltig und vorbildlich zu leben, sondern zu merken, dass man auch schon mit kleinen Schritten etwas bewirken kann – und das kann jeder auf seine Art und Weise tun. Meinen Part sehe ich auch darin, trotz oder gerade aufgrund der Ernsthaftigkeit des Themas, zu zeigen, welche tollen Alternativen und Möglichkeiten es schon gibt und wie viel Spaß Fair Fashion machen kann.

 

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Janine Werth vom Eco Concept Store Werte Freunde trägt ein Kleid von Armedangels und eine Hipbag von Nine to Five

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Janine Werth vom Eco Concept Store Werte Freunde trägt ein Kleid von Armedangels und eine Hipbag von Nine to Five

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Janine Werth vom Eco Concept Store Werte Freunde trägt ein Kleid von Armedangels und eine Hipbag von Nine to Five

Janine Werth hat nicht immer nur ein wunderschönes Lächeln auf den Lippen, sondern einen ebenso schönen Fair Fashion und Eco Lifestyle Store in der Hamburger Innenstadt. Ein Besuch bei Werte Freunde lohnt sich nicht nur in der Fashion Revolution Week.

Janine rockt ein schwarzes Kleid aus Ecovero von Armedangels, um 119,90 Euro. Hipbag in Lipstick-Rot aus chromfrei gegerbtem Leder von Nine To Five, 155 Euro. Goldene, handgefertigte Ohrringe aus Messing von People Tree, 20 Euro, alles über Werte Freunde.

Du bist seit vielen Jahren Naturkosmetik-Expertin und fest in der nachhaltigen Branche verwurzelt. Welche Trends hast du in Sachen fairer Mode in den letzte 5 Jahren beobachten können?
Generell kann ich beobachten, dass Eco-faire Mode gar nicht mehr so ein Außenseiter ist. Eco-faire Mode ist mittlerweile im Modemarkt angekommen. Das kann ich vor allem daran beobachten, dass auch große konventionelle Modeketten oder Onlineanbieter Interesse an Eco-faierer Mode haben. Natürlich wollen alle auf den Nachhaltigkeits-Zug aufspringen, aber ohne einen gewissen Look würden selbst große Anbieter dieses Risiko nicht eingehen. Ich wünsche mir, dass eco-faire Mode bald genauso selbstverständlich und fest verankert im Modemarkt sein wird, wie es Naturkosmetik im Bereich Kosmetik schon ist. Schließlich braucht die Modeindustrie ja auch mal anständige Wachstumstreiber.

Welche faire Mode finden Frauen und Männer bei Werte Freunde?
Wir führen Damen- und Herrenbekleidung. Ich würde unser Sortiment als recht erwachsen beschreiben. Wir führen Marken wie Lanius, Armedangels, Jan’n June, People Tree, Studio Jux, Suite 13 und Langerchen.

Was sind die Herausforderungen für den Einzelhandel, wenn es um Fair Fashion geht?
Ich würde nicht sagen, dass wir vor besonderen oder anderen Herausforderungen stehen, nur weil wir Eco-faire Mode anbieten. Wir verkaufen tolle Klamotten. Und wir verstehen uns als normalen Einzelhändler, bei dem grüne Werte und ein grünes Sortiment das Fundament darstellen. Für uns gibt es kein besseres Fundament als dieses. Wir wollen ein guter Dienstleister sein und die besten verfügbaren Artikel verkaufen. Die Herausforderungen vor denen wir stehen sind also die eines jeden Einzelhändlers.

 

 

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Bina Nöhr von Stryletz trägt ein Kleid von Jan´n June, Tasche von Naditum und eine Mütze von Merz B. Schwanen

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Bina Nöhr von Stryletz trägt ein Kleid von Jan´n June, Tasche von Naditum und eine Mütze von Merz B. Schwanen

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Bina Nöhr von Stryletz trägt ein Kleid von Jan´n June, Tasche von Naditum und eine Mütze von Merz B. Schwanen

Fashion Revolution Week 2019 #whomademyclothes: Bina Nöhr von Stryletz trägt ein Kleid von Jan´n June, Tasche von Naditum und eine Mütze von Merz B. Schwanen

Bina Nöhr bloggt unter stryleTZ über Themen rund um Veganismus, Fair Fashion, Tierschutz und Naturkosmetik. Den tollen Glow, wie auf unseren Bildern, hat die werdende Mami übrigens auch, wenn sie nicht schwanger ist.

Bina in einem Karierten Maxi-Kleid mit weiten Ärmeln und Loose-fit, aus 100% recycelten PET-Resten von Jan ’n June, 130 Euro. Veganer Canvas-Boot von Ethletic, 99,90 Euro. Hellgraue Tasche aus der Serie aus pflanzlich gegerbtem Leder von Naditum, 349 Euro. Wollmütze mit Kaschmir, in familienbetriebener Handarbeit entstanden, von Merz b. Schwanen, 80 Euro. Armspangen von Hiitu, je 75 Euro. Ring mit großer und kleiner Sonnenblume, aus vergoldetem und recyceltem Silber, von Macimo je 125 Euro. Kette aus vergoldetem Messing mit kleinem Harlekin-Kristall-Anhänger von Mirabelle Jewellery, 80 Euro. Schmaler goldener Halsreif, handmade in Germany, von Ariane Ernst, 89 Euro.

Auf deinem Blog legst du einen besonders großen Fokus auf moderne, stylische und faire Mode. Wo siehst du nach wie vor Herausforderungen und was hat sich in den letzten Jahren getan?
Ja, für mich ist es wichtig, zu zeigen, dass Fair Fashion herkömmlicher Mode in nichts nachstehen muss und dass es eben auch Spaß machen kann, sich fair zu kleiden. Mittlerweile geht das auch viel einfacher, als noch vor ein paar Jahren. Die fairen Labels sind mutiger geworden. Leider sind oftmals aber noch viele deutsche Labels etwas zurückhaltender vom Style und hin und wieder schaue ich dann auch bei internationalen Labels. Da finde ich natürlich den weiten Transportweg eher problematisch. Dennoch sehe ich insgesamt eine positive Entwicklung von Fair Fashion und freue mich, dass so viele Labels mittlerweile so tolle Mode anbieten.

Welche Fragen über faire Mode begegnen dir am häufigsten aus deiner Community und welche Tipps hast du?
Es ist eigentlich nicht eine spezielle Frage sondern viele spezifische wie: Wo kann man gut sitzende, faire Jeans kaufen? Wo findet man die besten Boho-Kleider? Oder wo findest du Sport-Leggings? Die Fragen zeigen einfach, dass man sich bei Fair Fashion richtig reinfuchsen muss, um die richtigen Labels zu kennen. Fast Fashion ist da einfacher zu konsumieren. Trotzdem lohnt es sich, sich auf die Suche nach den besonderen, fairen Teilen zu machen.

Du erwartest dein zweites Kind: Was wünschst du dir für die (Mode-)Welt?
Ja, meine zweite Tochter erwarte ich im Juli. Ich wünsche mir, dass endlich mehr auf die Umwelt achten und sich jeder für mehr Nachhaltigkeit einsetzt. Dabei zählt wirklich jeder Schritt – auch die ganz kleinen. Dann wünsche ich mir ein netteres Miteinander und dass Frauen endlich die gleichen Chancen wie Männer haben – am liebsten weltweit. Für die Modewelt wünsche ich mir, dass sie die Kleidung mehr im Kreislauf lässt, anstatt immer wieder neu zu produzieren. Ich glaube fest, dass das Konzept des Leidens absolut ausbaufähig ist.

 

Fotos: Julia Stübner
Fotoassistenz: Jana Rothe
Styling: Nina Nestler

 

Du möchtest einen Blick auf unsere anderen Shooting-Teile werfen? Hier findest du Vol.1 und Vol.2 unserer Fashion Revolution Week Shootings.

Du willst noch mehr über die Fashion Revolution Week erfahren? Hier findest du ein Interview zur Fashion Revolution Week 2019 mit zwei großartigen Vertreterinnen der deutschen Fashion Revolution.